Jubilarehrung 2019

Zeitreise durch 2005 Vereinsjahre

Gütersloher TV: 51 treue Mitglieder werden auf der Jubilarehrung ausgezeichnet. Der langjährige Moderator Klaus Rubart reicht das Mikrofon an den Nachwuchs weiter

Von Jens Dünhölter, Fotos: Jens Dunhol

Gütersloh. Die Auszeichnung treuer und verdienter Mitglieder auf einer Feierstunde ist seit 1975 eine gute Tradition beim Gütersloher Turnverein. Am Sonntag begrüßte der Vorstand mit Sabine Röhrs an der Spitze wieder 51 dem GTV von ganzem Herzen verbundene Jubilare in der Aula der Michaelisschule. Zurückgeblickt wurde dort auf 2.005 Jahre Verbundenheit mit dem 1879 gegründeten, ältesten Gütersloher Sportverein.

Unter dem Motto „Ein Verein, ist genau das, was die Mitglieder daraus machen“ nahm Moderator Klaus Rubart (74) die Gäste mit auf eine eineinhalb Stunden lange Zeitreise durch die Historie des GTV. Für den Reiseleiter war das auch ein Abschied. Nach zehn Moderationen der Jubilarehrung will „die Stimme des GTV“ das Mikrofon weitergeben. „Man wirdeben nicht jünger“, erklärte der 74-Jährige.

Mit Witz und Charme verband Rubart unter den Schlagworten „eigenwillig, kreativ und wagemutig“ am Sonntag aber erst noch einmal Vergangenheit und Gegenwart des GTV. Vor allem stellte er dessen Bedeutung als generationsTraditions- und Familienverein heraus. An vielen Beispielen zeigte Rubart, dass die so oft zitierte Turnerfamilie von der Übergabe der Mitgliedsausweise von der einen an die nächste Generation lebt. Er freute sich deshalb besonders, dass mit Christian Hark (für 40 Jahre Mitgliedschaft) und Michael Hark (für 50 Jahre) die Söhne des Ehrenmitglieds Ernst Hark geehrt werden konnten.

Ausdauer: Karin Kastien (v. I.), Kirsten Herrmann, Dietlind Rocklage, Helmut Tromm, Helga Schnell, Fritz Diethard Güth und Rainer Ahnepohl gehören dem Gütersloher Turnverein seit über sechzig Jahren an.

„Diese Entwicklung eures Vereins ist ganz allein eurer Verdienst“

Zweimal fiel aber auch der Name Rubart. Der Moderator durfte nämlich auch seine Brüder Rudi (81 Jahre) und Gerd (79) für jeweils 65 Jahre Vereinstreue nach vorne bitten. Bei allem Bemühen, die Tradition zu bewahren, käme die Turnerfamilie aber nicht umhin, sich immer wieder dem Zeitgeist anzupassen, erklärte Rubart. 1976 wären exakt 2.257 Mitglieder in acht Abteilungen, 75 Übungsgruppen, 16 Turnhallen sowie auf drei Sportplätzen ihrem Hobby nachgegangen. „Heute sind es 2.335 Mitglieder, die auf 16 Abteilungen, zwei Kurssysteme, drei Sportplätze, 20 Turnhallen sowie diverse Kursorte verteilt sind.“

„Doch was wären all dies Angebote ohne die Abteilungsleiter, Übungsleiter und Helfer, die ihren GTV mit persönlichem Einsatz. Engagement, Leidenschaft und Herzblut durch die vielen Höhen und Tiefen geführt haben?“, fragte Rubart. „Wenn jemand Beispiele für gelebtes Ehrenamt sucht, hier sitzt ein ganzer Saal voll davon“. Speziell den Eintrittsjahrgängen 1949 (70 Jahre), 1954 (65 Jahre) und 1959 (60 Jahre) attestierte Rubart: „Diese Entwicklung des Vereins, eurer Abteilungen und Sportarten ist ganz allein euer Verdienst“.

Leider musste die Jubilarehrung ohne den vorgesehen Höhepunkt auskommen. Blumenstrauß und Anstecknadel für Hannelore Meyer, die für 70 Vereinsjahren ausgezeichnet werden sollte, blieben liegen. „Sie ist leider aus gesundheitlichen Gründen verhindert“, stellte Rubart bedauernd fest.

Familiensache: Moderator Klaus Rubart (rechts) bat auch seine Bruder Rudolf (links) und Gerd (Mitte) nach vorn. Beide wurden für 65-jährige Mitgliedschaft im Gütersloher Turnverein geehrt.

Ausgezeichnete GTV-Mitglieder

70 Jahre: Hannelore Meyer.

65 Jahre: Kirsten Herrmann, Karin Kastien, Helga Schnell, Rainer Ahnepohl, Dietlind Rocklage, Fritz Diethard Güth, Gerd Rubart, Rudolf Rubart.

60 Jahre: Helmut Tromm.

50 Jahre: Anny Kramme, Karin Schoppner, Luise Vaupel, Marianne Kalies, Ingrid Knopp, Philipp Schnell und Michael Hark,

40 Jahre: Olaf Herold, Ingried Hinsen, Eberhard Kraak, Lisa Strothotte, Annelies Thieme, Dietlind Walkenhorst, Franz-Josef Börger-Schlie, Christian Hark, Maren Beimdick, Gerhard Kronsbein, Ulrich Nordhorn und Rolf Streßler.

25 Jahre: Ramona Dankow, Sylvia Dettmer, Ina Merklinghaus, Beate Otte, Marion Vorderwisch-Behr, Kornelia Wagener, Brunhild Wildeboer, Gisela Seifert, Jörg Balk, Markus Kamp, Marie Carolin Leweke, Frederik Peterburs, Kai Reckeweg, Klaus Jurgen Ulrich, Erhard Hartmann, Frank Papesch, Klaus-Dieter Schlichting, Harald Behr, Kirsten Fingberg, Sigrid Temme-Birkenhake und Petra Raschke.

Neue Westfälische vom 13. Februar 2019